April 2026 – Schwanger und ohne Krankenversicherung

Ein Artikel in der „Evangelischen Zeitung“ von Dirk Baas: Offiziell sind 72.000 Menschen in Deutschland ohne Krankenversicherung, tatsächlich wohl deutlich mehr. Darunter auch Schwangere. In Mainz hilft ein Verein in Kooperation mit der Stadt.

„2020 stand Hapi aus Kamerun vor der Nothilfeambulanz des Mainzer Vereins „Armut und Gesundheit in Deutschland“: schwanger, wohnungslos – und als Asylbewerberin abgelehnt. „Ich war untergetaucht, lebte versteckt. Es war eine sehr schwere Zeit“, berichtet die Frau, die zu dieser Zeit bei Bekannten in Mainz auf der Couch übernachtete und ihren Nachnamen nicht nennen will. Doch dann wurde sie schwanger. Ohne eine Duldung gibt es keine Absicherung im Krankheitsfall. Auch nicht für Schwangere. Doch wo und wie sollte das Baby zur Welt kommen?“

https://evangelische-zeitung.de/schwanger-und-ohne-krankenversicherung

März 2026 – Meldestelle für Abweisungen in Notaufnahmen

Wir begrüßen die Initiative von Ärzte der Welt e.V. : die gemeinnützige Organisation setzt sich zusammen mit anderen Verbänden und Organisationen in der BAG Gesundheit/Illegalität dafür ein, den Zugang zur Notfallversorgung für Menschen ohne Krankenversicherungsschutz zu verbessern.

„Beratungsstellen berichten immer wieder, dass nicht-krankenversicherte Menschen auch im akuten medizinischen Notfall von Notaufnahmen abgewiesen werden. Hierfür hat Ärzte der Welt e. V. eine Meldestelle initiiert, die ab sofort nutzbar ist und die darauf abzielt, Fälle zu erfassen, in denen Menschen ohne Krankenversicherungsschutz in Notaufnahmen abgewiesen wurden: www.aerztederwelt.org/meldestelle-unversichert. Fragen der Kostenübernahme stellen ein bekanntes strukturelles Thema dar und sind unabhängig von der medizinischen Versorgung im Notfall zu diskutieren.

Nutzen Sie die Meldestelle und machen Sie diese gerne bekannt. Denn Krankenhäuser müssen im Notfall behandeln. Durch die anonyme Erfassung von Abweisungen in Notaufnahmen können wir diese sichtbar machen und uns dafür einsetzen, dass so etwas in Zukunft nicht mehr passiert.“