1. September 2026 – Notfallversorgung ermöglichen – trotz ungeklärtem Versicherungsschutz

Ärzteblatt Rheinland-Pfalz: Ausgabe 09-10/2026 (Doppelausgabe), S. 25
Verfasser*innen: Carmen Mauerer; Nele Wilk, Sebastian Maaßen, Dr. Sebastian Schink – Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.

in 46-Jähriger mit schwer entgleistem Diabetes mellitus benötigt eine stationäre Behandlung. Trotz ärztlicher Notfalleinweisung gelingt die Aufnahme nicht, da der Krankenversicherungsschutz ungeklärt ist. Erst nach wiederholter Intervention kann der Patient schließlich behandelt werden.

Mit freundlicher Genehmigung des Ärzteblatt Rheinland-Pfalz

Juni 2026 – Aus Dankbarkeit: Ehemaliger Klient spendet 20.000 Euro

Als sich Michael Schweickert mit seinem Hilfegesuch an uns wandte, lebte der ehemals Selbstständige bereits seit über 27 Jahren ohne Krankenversicherung.

Sein Gesundheitszustand hatte sich verschlechtert und er benötigte Unterstützung bei der Rückkehr ins Sozialsystem.
Daraufhin wandte sich Herr Schweickert auf die Empfehlung einer Freundin hin 2018 an unseren Verein. Nele Wilk von der Clearingstelle Krankenversicherung in Rheinland-Pfalz begleitete ihn auf dem Weg zurück in die Krankenversicherung – mit Erfolg: Er war und ist wieder krankenversichert.

Für diese Hilfe bedankt sich Herr Schweickert nun bei uns mit einer großzügigen Spende von 20.000 Euro.
Das Geld stammt dabei nicht von Ihm selbst, sondern von seinem schwer erkrankten Nachbarn. Herr Schweickert begleitete diesen in seinen letzten Lebensmonaten und überzeugte ihn durch seine Lebensgeschichte, einen Teil des Erbes unserem Verein zu spenden.

Wir sagen vielmals Danke!

Spenden bleiben eine wichtige Stütze für den Verein Armut und Gesundheit in Deutschland e.V. und ermöglichen es, die Arbeit für Menschen in Notsituationen kontinuierlich fortzusetzen.

Den kompletten Artikel vom SWR finden Sie hier.

Mai 2026 – Krank ohne Karte – Was passiert, wenn du plötzlich keine Krankenversicherung hast?

Eine Podcast-Folge von Heilewelt

Wie schließen wir die Lücken im Gesundheitssystem? Sophie Pauligk und Daniel Krauss sprechen über Clearingstellen, fehlende Krankenversicherung und Wege, medizinische Versorgung für Menschen sicherzustellen, die durchs System fallen.

Sophie Pauligk ist Psychologin und arbeitet als Projektleiterin in der Sächsischen Clearingstelle für medizinische Versorgung in Riesa.

Daniel Krauss ist Sozialpädagoge und arbeitet in der Clearingstelle in Koblenz in Rheinland-Pfalz.

-> Zur Podcastseite

April 2026 – Schwanger und ohne Krankenversicherung

Ein Artikel in der „Evangelischen Zeitung“ von Dirk Baas: Offiziell sind 72.000 Menschen in Deutschland ohne Krankenversicherung, tatsächlich wohl deutlich mehr. Darunter auch Schwangere. In Mainz hilft ein Verein in Kooperation mit der Stadt.

„2020 stand Hapi aus Kamerun vor der Nothilfeambulanz des Mainzer Vereins „Armut und Gesundheit in Deutschland“: schwanger, wohnungslos – und als Asylbewerberin abgelehnt. „Ich war untergetaucht, lebte versteckt. Es war eine sehr schwere Zeit“, berichtet die Frau, die zu dieser Zeit bei Bekannten in Mainz auf der Couch übernachtete und ihren Nachnamen nicht nennen will. Doch dann wurde sie schwanger. Ohne eine Duldung gibt es keine Absicherung im Krankheitsfall. Auch nicht für Schwangere. Doch wo und wie sollte das Baby zur Welt kommen?“

https://evangelische-zeitung.de/schwanger-und-ohne-krankenversicherung

März 2026 – Meldestelle für Abweisungen in Notaufnahmen

Wir begrüßen die Initiative von Ärzte der Welt e.V. : die gemeinnützige Organisation setzt sich zusammen mit anderen Verbänden und Organisationen in der BAG Gesundheit/Illegalität dafür ein, den Zugang zur Notfallversorgung für Menschen ohne Krankenversicherungsschutz zu verbessern.

„Beratungsstellen berichten immer wieder, dass nicht-krankenversicherte Menschen auch im akuten medizinischen Notfall von Notaufnahmen abgewiesen werden. Hierfür hat Ärzte der Welt e. V. eine Meldestelle initiiert, die ab sofort nutzbar ist und die darauf abzielt, Fälle zu erfassen, in denen Menschen ohne Krankenversicherungsschutz in Notaufnahmen abgewiesen wurden: www.aerztederwelt.org/meldestelle-unversichert. Fragen der Kostenübernahme stellen ein bekanntes strukturelles Thema dar und sind unabhängig von der medizinischen Versorgung im Notfall zu diskutieren.

Nutzen Sie die Meldestelle und machen Sie diese gerne bekannt. Denn Krankenhäuser müssen im Notfall behandeln. Durch die anonyme Erfassung von Abweisungen in Notaufnahmen können wir diese sichtbar machen und uns dafür einsetzen, dass so etwas in Zukunft nicht mehr passiert.“